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FOTO WIEN

14.03.2019

Von 20. März bis 20. April steht ganz Wien im Zeichen der Fotografie. Unser Kooperationspartner und Nachbar, Das KUNST HAUS WIEN, erhielt als Haus für zeitgenössische künstlerische Fotografie den Auftrag der Stadt Wien, den Monat der Fotografie neu auszurichten.

So entstand erstmals das größte Fotografiefestival Österreichs, die FOTO WIEN. Gemeinsam mit über 130 ProgrammparnterInnen rückt die Eventreihe das Medium Fotografie ins Zentrum der Aufmerksamkeit und macht die Vielfalt und das Potenzial der lokalen Fotoszene sichtbar.

Die offizielle Festivalzentrale – Otto Wagners Postsparkasse im 1. Wiener Gemeindebezirk – steht für 18 Tage im Mittelpunkt der Aktivitäten: Ausstellungen, Portfolio Reviews, ein photobook market sowie der Fotobuchpreis 2019 stehen ebenso auf dem Programm wie zahlreiche Diskurs- und Diskussionsformate mit nationalen und internationalen Gästen.

Die Programmpunkte reichen von der Auseinandersetzung mit Architektur und Fotografie, historischer Fotografie, analoger und digitaler Fototechnik bis hin zu Fotografie und Film.

Hier finden Sie alle Events, die im Rahmen des Festivals FOTO WIEN, veranstaltet werden:

Eigenproduktionen der FOTO WIEN in der Festivalzentrale: 21.03.– 06.04.2019, Mi bis So 14:00–20:00 Uhr Festivaleröffnung und Eröffnung der Ausstellungen: 20.03.2019, 20:00 Uhr

Urbane Zonen / Zones Urbaines
Ausstellung: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale und Hof des MuseumsQuartier Wien

Mit der Neuausrichtung des Monats der Fotografie in Wien soll auf die Prozesshaftigkeit des Festivals eingegangen werden, das sich auf europäische Metropolen erstreckt und in Paris seinen Ursprung hat. Namhafte österreichische und französische FotografInnen wie Sabine Bitter/Helmut Weber, Mohamed Bourouissa, Valérie Jouve, Aglaia Konrad, Claudia Larcher und Lise Sarfati wurden eingeladen, sich mit dem Phänomen Stadt auseinanderzusetzen und die Wirkungsbereiche des Lebens in städtischen Räumen zu ergründen, bei denen unterschiedliche Soziotope einander bedingen und gesellschaftliches Handeln immer in einem bestimmten architektonischen Setting stattfindet.

Die Präsentationsweise der Arbeiten soll dem inhaltlichen Konzept der künstlerischen Ansätze folgen, in dem die Werke einerseits in dem temporär eingerichteten Festivalzentrum gezeigt werden, aber auch auf Billboards im öffentlichen Raum. So wird die zeitliche Begrenztheit des öffentlichen Raumes thematisiert und dabei der ständige Wandel, dem städtische Strukturen unterworfen sind, aufgezeigt. Die Ausstellung wird von Walter Seidl kuratiert.

Bodyfiction
Ausstellung: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Eine Kooperation des KUNST HAUS WIEN und EMOP

Die Instrumentalisierung und Repräsentation des menschlichen Körpers in der aktuellen Fotografie war das gemeinsame Thema der KuratorInnen von EMOP Europäischer Monat der Fotografie. Unter dem Titel Bodyfiction ist das Ergebnis dieser Zusammenarbeit in Form eines Buchprojekts, von Ausstellungen und Symposien in den beteiligten Städten zu sehen. Gezeigt werden Beiträge jener europäischen KünstlerInnen, die derzeit die fotografische Produktion in diesem Themenkreis prägen.

Im Rahmen von FOTO WIEN werden Arbeiten der für den European Month of Photography Arendt Award 2019 nominierten KünstlerInnen in der Ausstellung Bodyfiction in der Festivalzentrale zu sehen sein. Die KünstlerInnen sind während der Eröffnungstage der FOTO WIEN anwesend und halten Artist Talks über ihre fotografische Praxis. Darüber hinaus wird die Publikation Bodyfiction erstmals vorgestellt.

FOTO WIEN ist Mitglied des European Month of Photography (EMOP), in Rahmen dessen auch die Fotofestivals in Athen, Berlin, Bratislava, Budapest, Ljubljana, Luxemburg und Paris stattfinden. Ziel des EMOP ist es, die internationale Vernetzung der Fotoszene zu stärken und den Erfahrungs- und Informationsaustausch auf europäischer Ebene zu intensivieren.

KünstlerInnen: Alix Marie, Carina Brandes, SMITH, Weronika Gesicka und Matthieu Gafsou.

Die Ausstellung wird von Verena Kaspar-Eisert kuratiert.

Ausstellung der Universität für angewandte Kunst Wien
Fotoklasse Gabriele Rothemann Ausstellung: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Mit dem Ziel, einer jüngeren KünstlerInnengeneration eine Plattform im Rahmen des Festivals zu bieten, lädt FOTO WIEN eine der Fotoklassen der Universität für angewandte Kunst Wien in die Festivalzentrale ein. Als Programmpartner nehmen weitere Ausbildungszentren für künstlerische Fotografie an der FOTO WIEN teil, so etwa die Akademie der Bildenden Künste Wien, die Universität für Musik und darstellende Kunst sowie die Höhere Graphische Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt.

Monsanto: A Photographic Investigation
Zeitraum: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Der französisch-venezolanische Fotograf Mathieu Asselin verfolgt seit langem die fragwürdigen Geschäftspraktiken des Konzerns Monsanto, der Agrochemie und gentechnisch verändertes Saatgut produziert. Kürzlich wurde er von der Bayer AG übernommen, der Name Monsanto verschwindet allmählich. Asselin hat Recherchematerial gesammelt, mit Betroffenen gesprochen und sie porträtiert. Seine daraus entstandene Arbeit wird in der Ausstellung Monsanto: A Photographic Investigation präsentiert, die auf der FOTO WIEN erstmals in Österreich zu sehen ist.

Fotobuch-Ausstellung & Fotobuch-Preis 2019
Ausstellung: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Das Fotobuch spielt eine zentrale Rolle in der Fotografie. Es ist eines der wichtigsten analogen Medien, um fotografische Arbeiten und Projekte einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Um die anhaltende Relevanz und den Stellenwert des Fotobuchs in der digitalen Zeit zu verdeutlichen, wird im Rahmen der FOTO WIEN in der Festivalzentrale eine Fotobuch-Ausstellung stattfinden. FOTO WIEN lädt FotografInnen, KünstlerInnen und Verlage ein, ab 2017 publizierte Fotobücher für die Ausstellung einzureichen. Die interessantesten Publikationen der letzten beiden Jahre – neben Büchern aus renommierten Verlagen auch handgefertigte Book-Dummies, außergewöhnliche Ausstellungskataloge, Zines oder im Eigenverlag erschienene Fotobücher – werden in der FOTO WIEN Festivalzentrale präsentiert.

Fotobuch-Preis 2019: Eine internationale Jury wählt aus den in der Ausstellung gezeigten Fotobüchern drei GewinnerInnen aus. Das erstplatzierte Fotobuch wird mit einem Preisgeld von € 1.500,- gewürdigt, der zweite und dritte Platz mit jeweils € 750,-. Der Preis wird von Peter Coeln gestiftet, Eigentümer der Galerie OstLicht und Fotobuch-Sammler. Im Anschluss an die Ausstellung finden die Fotobücher Eingang in die öffentlich zugängliche Fotobuch-Sammlung der Galerie OstLicht.

Curator’s Choice
Zeitraum: 21.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Die drei bekannten Kuratorinnen Marieke Wiegel, Direktorin des Nederlands Fotomuseum, Rotterdam/Niederlande, Nadine Wietlisbach, Direktorin Fotomuseum Winterthur/Schweiz, und Anna-Kaisa Rastenberger, künstlerische Leiterin des Festival of Political Photography und Professorin für Ausstellungs- und Raumforschung an der Academy of Fine Arts, University of the Arts Helsinki/Finnland, waren eingeladen, sich mit der österreichischen Fotografieszene auseinanderzusetzen. Ihre Auswahl präsentieren sie im Rahmen der Ausstellung Curator’s Choice in der Festivalzentrale.

Portfolio Reviews
Zeitraum: 20.03.– 06.04.2019
Ort: Festivalzentrale

Die Portfolio Reviews der FOTO WIEN bieten für FotografInnen und KünstlerInnen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen internationalen ExpertInnen aus dem Feld der Fotografie in Einzelmeetings auszutauschen. Sie können eine Auswahl ihrer Arbeiten präsentieren, erhalten konstruktives Feedback und haben die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen. Die ExpertInnen sind VerlegerInnen, BildredakteurInnen, KritikerInnen, GaleristInnen und KuratorInnen. Die Anmeldung für die Reviews ist seit dem 14.01.2019 möglich unter: www.fotowien.at/de/portfolio-reviews/

FOTO WIEN photobook market hosted by Fotohof edition
Zeitraum: 23.03.– 24.03.2019
Ort: Festivalzentrale

Der photobook market zeigt Werke renommierter KünstlerInnen und fördert etablierte sowie aufstrebende Talente, Verlage, DesignerInnen, DruckerInnen, KuratorInnen und BuchhändlerInnen. Organisiert und ausgerichtet wird der FOTO WIEN photobook market von der renommierten Salzburger Galerie und Verlag Fotohof.

Ausblick auf das Diskursprogramm
Ort: Festivalzentrale

Zu aktuellen Themen der Fotografie finden Artist Talks und Round Tables statt, die entweder in direktem Bezug zu den Ausstellungen stehen oder Themen rund um das Sammeln von Fotografie (Collectors Days), Techniken, die Reflexion über das Medium selbst, Fotoinstitutionen u.v.a.m. aufgreifen. - Urbane Zonen als Trope fotografischer Recherche - Künstlerische Fotografie im Spannungsfeld zwischen Analog und Digital - Die institutionelle Etablierung fotografischer Praktiken in den frühen 1980er-Jahren - Fotokünstlerische Repräsentation als gegenwärtige institutionelle Praxis

- Die Bedeutung künstlerischer Fotografie im Printmedium
- Bodyfiction: Fotografische Repräsentation und Inszenierung des Körpers im digitalen Zeitalter

Eine FOTO WIEN Eigenproduktion findet – thematisch zur Position des KUNST HAUS WIEN als „grünes Museum“ passend – außerhalb der Festivalzentrale statt:

Symposium Poisoned Pictures – Photography & Ecology

Eine Kooperation des KUNST HAUS WIEN und der European Society for the History of Photography (ESHPh) im Rahmen von FOTO WIEN.
Symposium: 05.04.2019

Ort: KUNST HAUS WIEN

Das fotografische Abbild der Natur spielt seit der Erfindung des Mediums eine entscheidende Rolle in der Wahrnehmung der Natur. Heute können sowohl der entlegene Urwald als auch die alpine Bergkette anhand des fotografischen Dispositivs erkundet werden, ohne dass wir auch nur unser Wohnzimmer verlassen. Fotografie formt die Vorstellungen und Wahrnehmungen von Natur und Landschaft maßgeblich. Fotografie macht auch die katastrophalen Auswirkungen extremen kapitalistischen Konsumverhaltens und der damit einhergehenden Umweltzerstörungen sichtbar.

Das Symposium beleuchtet anhand von Vorträgen und Diskussionen internationaler ExpertInnen die Rolle der Fotografie in der Wahrnehmung der Natur und ihre implizierten Möglichkeiten für ein neues Umweltbewusstsein seit Beginn des Mediums bis heute.

Vortragende: Sabine Flach (Institutsleitung Kunstgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz), Gisela Parak (Kunsthistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin, TU Bergakademie Freiberg), Christoph Schaden (Professor für Bildwissenschaft an der Fakultät Design der Technischen Hochschule Georg Simon Ohm in Nürnberg), Liz Wells (Professorin für Fotografische Kultur, Fakultät für Kunst und Geisteswissenschaften, University of Plymouth), Aura Seikkula (Doktorandin in Philosophie und Kulturpolitik der Universität Jyväskylä, Finnland)

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Samstag, 20.04.2019